Kinder- und Jugendfreizeit


 

Deutsch – russisches Kinderferienlager 2018
Zwei herrliche Wochen in der JH Otterndorf

 

 

 

Es schien zunächst ein ruhiger Mittwochnachmittag in Otterndorf zu werden. Doch irgendetwas war anders. Nach und nach fuhren immer mehr Autos auf den Parkplatz der Jugendherberge. Aus ihnen stiegen insgesamt 19 Kinder und drei Betreuer. Einige von ihnen sehr entspannt – andere noch etwas verschlafen. Die Kinder kamen von nah und fern – aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen oder Berlin. Zehn Kinder sowie eine Betreuerin hatten allerdings bereits fast einen gesamten Tag Anreise hinter sich, da sie aus dem Gebiet um Königsberg in Ostpreußen (dem heutigen Kaliningrad) stammen.

 

Für die Kreisgemeinschaft Schloßberg (Ostpreußen) ist das Kinderferienlager in Otterndorf wie ein Heimspiel. Seit vielen Jahren richtet die Kreisgemeinschaft fast jährlich das Kinderferienlager in Otterndorf aus. Die Mitarbeiter der Jugendherberge in Otterndorf und die Kreisgemeinschaft Schloßberg (Ostpreußen) konnten insoweit ihre seit Jahren bewährte Zusammenarbeit wiederum unter Beweis stellen. Fast zwei Wochen (vom 25. Juli bis zum 06. August) nutzen die 10 russischen und 9 deutschen Kinder zusammen mit ihren Betreuern Otterndorf als Ausgangspunkt für ein sehr vielseitiges Wochenprogramm. Das (beinahe) perfekte Wetter bot die Möglichkeit, fast jeden Tag den Badesee oder die Elbmündung für ein erfrischendes Bad zu nutzen. Zudem verging kein Tag ohne Spiel und Sport an der frischen Luft. Sprachprobleme – Fehlanzeige: Auch wenn es manchmal nicht ganz so einfach war. Zum Glück sind einige der deutschen Kinder zweisprachig aufgewachsen, was uns Leitern das Leben etwas erleichterte.

 

Jeder einzelne Tag barg in sich ein Höhepunkt: ob es nun das Wasserski fahren in Neuhaus, die Fahrt mit der Moorbahn, der Besuch auf des Otterndorfer Altstadtfestes, der Tagesausflug in die Heimatstube nach Winsen und dem Hamburger Hafen oder der Besuch der Soletherme in Otterndorf war. Der Höhepunkt der beiden Wochen war allerdings der Besuch des Heideparks in Soltau. Im Heidepark war für jeden Geschmack das Richtige zu finden. Die einen genossen den Tag mit Floßfahrten und Geisterbahnen, während die anderen versuchten, der Schwerkraft und den G-Kräften auf den verschiedenen Achterbahnen und Freifalltürmen zu trotzen.  Bei sonnigem Wetter (knapp 30 Grad) nutzen die meisten Kinder die Chance einer nassen Erfrischung in Form einer der vielen Wildwasserbahnen im Park.

 

Doch was die Zeit so unvergesslich macht, sind natürlich die entstandenen Freundschaften. Einige Kinder traten nur noch im Doppelpack auf. Durch die gemeinsam erlebte Zeit und die vielen Gespräche wurden Freundschaften geschlossen, bei denen man den anderen vertrauen konnte und Vertrauen geschenkt wurde.

 

Doch leider geht auch die schönste Zeit einmal zu Ende. Den Abschlussnachmittag verbrachten neben den Teilnehmern und Leitern auch die Organisatoren, Helfer, Eltern und Freunde gemeinsam in der Jugendherberge. Das viele Proben hatte sich gelohnt - das von den Kindern selbst gestaltete Programm aus Tanz, Musik und Sketschen überzeugte die Gäste.

 

Doch der Abschied kam und mit ihm auch die ersten Tränen. Es war kein leichter Abschied, denn in diesen knapp zwei Wochen wurden Freundschaften geschlossen, die so schnell nicht vergehen werden. Zum Schluss bleibt mir nur noch ein großes Dankeschön an alle Organisatoren (insbesondere sind hier Norbert und Edith Schattauer zu nennen) sowie helfenden Hände im Hintergrund, den beiden Betreuerinnen (Viktoria und Ludmilla) und den Kindern zu sagen. Ohne sie alle wären die Ferienlagertage nicht so schön und erfolgreich verlaufen. 

 

Hendrik Stehr (Lagerleitung)

 

Ostpreußenfahrt


Hilfstransporte